Zahnerhaltung

In diesen Bereich fallen alle Maßnahmen, die der Erhaltung von Zähnen dienen, wie z.B. Füllungen und Inlays, aber auch Wurzelbehandlungen.


Füllungen aus Kunststoff (Komposit)

Füllungen aus Komposit (meist einfach „Kunststoff-Füllungen“ genannt) bestehen aus einem mit Keramikpartikeln verstärktem, zahnfarbenem Kunststoff, der mithilfe einer speziellen Klebetechnik am Zahn befestigt und in mehreren Schichten in den Defekt eingebracht wird.

Aufgrund dieser Technik muß nur soviel vom Zahn entfernt werden, wie für die Beseitigung der kariösen Stellen nötig ist.

Die gesetzlichen Krankenkassen tragen bei diesen aufwändigeren Kompositrestaurationen in Mehrschichttechnik die Kosten für eine Amalgamfüllung – die Mehrkosten zahlt der Patient zu.

Inlays aus Keramik („CEREC“)

Ist der Defekt an einem Zahn zu groß, um mit einer Füllungen versorgt zu werden, können langlebige Einlagefüllungen angefertigt werden.

Wir bieten Ihnen an, diese Inlays computergestützt direkt in der Praxis während eines Behandlungstermins anzufertigen („CEREC-Verfahren“). Nach Präparation des Zahns wird eine 3D-Aufnahme angefertigt und nach Gestaltung am Computer direkt aus einem Keramikblock gefräst. Nach wenigen Minuten kann so der Zahn direkt mit dem neuen Inlay versorgt werden, ohne dass Wartezeiten entstehen.

Inlays gehören nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen – über die entstehenden Kosten und Alternativen beraten wir Sie daher gerne.

Wurzelbehandlungen

Manchmal ist ein Zahn, z.B. durch eine große Karies, so stark geschädigt, dass das Gewebe im Inneren des Zahn entzündet oder sogar abgestorben ist. Trotzdem kann man solche Zähne erhalten!

Durch eine Wurzelkanalbehandlung werden das erkrankte Gewebe und Gewebereste im Zahninneren entfernt, Keime beseitigt und die Innenwände des Wurzelkanals geglättet und mit desinfizierenden Lösungen gespült.

Ziel ist, nach Abklingen der Entzündung den gesäuberten Kanal dicht zu verschließen – dazu sind aber manchmal mehrere Behandlungsschritte notwendig. Für die Kostenübernahme von Wurzelkanalbehandlungen haben die gesetzlichen Versicherer strenge Richtlinien formuliert. Ob und in welcher Höhe ggf. Kosten für Sie entstehen, kann daher nur im Einzelfall beurteilt werden.

Zur modernen Endodontie gehört auch die elektrometrische Längenbestimmung und die maschinelle Aufbereitung – private Zusatzleistungen, die aber das Ergebnis entscheidend beeinflussen können.

Elektrometrische Längenbestimmung

Während einer Wurzelkanalbehandlung müssen oft mehrere Röntgenaufnahmen von dem Zahn angefertigt werden – unter Anderem, um die genaue Länge der Zahnwurzeln zu bestimmen.

Diese Aufnahmen und die damit verbundene Belastung mit Röntgenstrahlung können aber vermieden werden, wenn man die Wurzellänge mit einem speziellen Gerät elektrometrisch bestimmt.

Das Ergebnis bei dieser Methode ist außerdem meist exakter, weil ein Röntgenbild die Verhältnisse an der Wurzelspitze nur zweidimensional wiedergeben kann, wodurch es projektionsbedingt immer zu Ungenauigkeiten kommt.

Maschinelle Aufbereitung

Neben der konventionellen Reinigung und Aufbereitung der Wurzelkanäle mit Handinstrumenten, kommen vermehrt Feilen aus einer flexiblen Nickel-Titan-Legierung zum Einsatz, die maschinell betrieben werden und dadurch die Kanäle besonders effizient und zeitsparend reinigen.

Die so aufbereiteten Kanäle werden mit zu den Feilen passgenauen Guttapercha-Spitzen verschlossen.

Die Wurzelfüllung kann dadurch exakt bis zur Wurzelspitze gebracht werden und liegt den Kanalwänden dicht an.

Wurzelspitzenresektion

Wenn die Entzündung um eine Wurzelspitze nach einer herkömmlichen Behandlung („Wurzelbehandlung“) nicht zurückgeht oder wenn sich bereits eine Zyste an der Wurzelspitze gebildet hat, kann der Zahn in den meisten Fällen trotzdem mithilfe eines kleinen operativen Eingriffs erhalten werden:

Der Bereich um die Zahnwurzel wird betäubt und durch einen kleine Schnitt durch das Zahnfleisch wird der Knochen im Bereich der Wurzelspitze entfernt. Die Wurzelspitze kann nun sauber abgetrennt werden und entzündetes Gewebe oder die Zyste entnommen werden.

In einigen Fällen kann in den entstandenen Raum ein Knochenersatzmaterial eingebracht werden, bei kleineren Prozessen heilt der Knochen aber von allein nach einiger Zeit aus. Abschließend wird die Wunde vernäht.