Implantologie

Verloren gegangene Zähne können durch Zahnimplantate (sozusagen „künstliche Zahnwurzeln“) ersetzt werden – oder man nutzt Implantate zur besseren Befestigung herausnehmbaren Zahnersatzes.


Implantate

Verloren gegangene Zähne mit Implantaten (sozusagen „künstlichen Zahnwurzeln“) zu ersetzen ist wohl aus medizinischer und auch ästhetischer Sicht die eleganteste Möglichkeit des Zahnersatzes – verbunden mit einem hohen Patientenkomfort.

Implantate sind in der Regel wie eine kleine Schraube geformt und bestehen meist aus Titan, welches sehr körperverträglich ist und schon seit vielen Jahren in der Chirurgie eingesetzt wird. Das Implantat wird in den Kieferknochen eingebracht und nachdem es fest mit dem Knochen verwachsen ist wird ein Aufbaupfosten eingesetzt, der den späteren Zahnersatz trägt.

Da die Versorgung mit Implantaten ein aufwändiger Prozess ist, ist eine gründliche Planung und Vorbereitung sehr wichtig! Dazu gehört neben der Aufklärung durch den Arzt auch die Anamnese (Ermittlung der Krankheitsgeschichte) und eine umfassende Befundaufnahme.

Zur Beurteilung des Gebisses und des Kieferknochens müssen Röntgenbilder und ggf. Modelle angefertigt werden – in einigen Fällen werden auch dreidimensionale digitale Aufnahmen des Kieferknochens benötigt, um den möglichen Implantationsort zu bestimmen.

Diese Information können dann in eine Bohrschablone übernommen werden, mit deren Hilfe sich die Implantate dann während der Operation genau platzieren lassen.

Bei der Bestimmung der Implantatposition ist natürlich auch der geplante Zahnersatz zu berücksichtigen, damit die Implantate später nicht falsch belastet werden.

Zur Vorbereitung gehört auch die eventuell notwendige Behandlung anderer Erkrankungen in der Mundhöhle, z.B. Entzündungen des Zahnfleisches oder Karies, bevor es mit der eigentlichen Implantation losgehen kann:

In örtlicher Betäubung wird das Implantatbett im Kieferknochen geschaffen, in welches das Implantat dann eingesetzt wird. In einigen Fällen wird noch ein Knochenersatzmaterial eingebracht, damit das Implantat sicher von Knochen bedeckt ist. 

Implantat der Firma Straumann 

In der Praxis kommen Implantate der Firma Straumann zu Einsatz – einer der führenden Hersteller von zahnärztlichen Implantaten und seit 35 Jahren auf dem Markt.

Nach Versorgung der Wunde heilt das Implantat nun für einige Zeit ein, bis es fest im Knochen verankert ist – erst dann kann der eigentliche Zahnersatz (die „Suprakonstruktion“) angefertigt werden.



computergestützte Implantation

Die optimale Stellung des Implantats ist ein entscheidender Faktor für den funktionellen und ästhetischen Erfolg der Behandlung. Ein ausreichendes Knochenangebot ist in erster Linie für die ideale Implantatposition entscheidend. Hierzu wird mit einem modernen dreidimensionalen Verfahren (DVT) eine Aufnahme vom Kiefer angefertigt.

Mit einer speziellen Software, die am Computer Bilder dreidimensional darstellt, wird nun die optimale Implantatposition festgelegt.

Die Informationen aus der Computerplanung werden dann in eine Bohrschablone übertragen, deren Hülsen während der Implantation die Instrumente genau führt.

Gerade bei geringem Knochenangebot kann so die Gefährdung von anatomischen Nachbarstrukturen (z.B. der Unterkiefernerv oder die Kieferhöhlen) deutlich verringert werden. Zudem können zusätzliche Eingriffe (Sinuslift, Knochenaufbau) durch die optimale Ausnutzung des vorhandenen Knochens teilweise vermieden werden.